Impfung: Fragen Sie ihren Arzt und Apotheker!

Angesichts tausender täglicher Neuinfektionen, vielen Todesopfern und hohem wirtschaftlichen Schaden sind in den nächsten Monaten weitere Anstrengungen nötig, um die Anzahl täglicher Corona-Impfungen deutlich zu erhöhen. Es ist daher richtig, dass auch Hausärzte in die Impfungen eingebunden werden, sobald mehr Impfstoff verfügbar ist. Einen weiteren Beitrag zur Impfkampagne könnten die rund 19.000 Apotheken in Deutschland leisten. Dafür müssten jetzt die Weichen gestellt werden. Dieser Schritt würde sich auch langfristig auszahlen: Impfungen in Apotheken können zu einer umfangreicheren Immunisierung der Bevölkerung auch gegen andere Krankheiten beitragen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Policy Paper zum Wohnungsmarkt: Reformen auf dem Prüfstand

Seit 2010 sind Preise und Mieten für Wohnimmobilien stark gestiegen. Die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime zogen im Mittel seit 2010 um über 60 % an. Bei den Mieten ging es um über 50 % nach oben. In beliebten Ballungsgebieten fielen die Anstiege mitunter weitaus stärker aus.

Maßnahmen auf Bundesebene seit 2015

In Reaktion auf diese Entwicklungen hat die Politik auf Bundesebene eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen ergriffen. Im Jahr 2015 wurden die Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip bei der Maklergebühr für Mietwohnungen eingeführt. Drei Jahre später folgten Sonderabschreibungen für Bauherren und das Baukindergeld für Familien. Im Jahr 2019 wurde die Fortsetzung der Bereitstellung von Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau angekündigt. Zuletzt wurde im Jahr 2020 eine Wohngelderhöhung implementiert und seit dem 23. Dezember 2020 gilt ein Bestellerprinzip beim Kauf von Wohnimmobilien, das den Auftraggeber des Maklers verpflichtet, mindestens 50 % der Maklergebühr an ihn abzuführen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Schnelle Corona-Impfstoffzulassung: Warum nicht immer so?

Es ist vollbracht! Der erste Impfstoff wurde nun auch in der gesamten EU zugelassen. Der Corona-Impfstoff wurde nicht nur in Rekordzeit entwickelt und getestet, sondern auch zugelassen. In der Regel dauert die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs in der Pharmaindustrie mehr als 13 Jahre, davon entfallen im Durchschnitt 1,5 Jahre auf das Zulassungsverfahren. Angesichts der deutlich schnelleren Zulassung des Corona-Impfstoffs stellt sich die Frage, warum eine schnellere Zulassung nicht auch in normalen Zeiten die Regel ist?

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

FastFacts: Kinder kriegen die Leute immer?

Kinder kriegen die Leute immer“, soll Bundeskanzler Konrad Adenauer prognostiziert haben. Während seiner Kanzlerschaft sollte Adenauer recht behalten, doch seit den 1970er gingen die Geburtenzahlen in Deutschland deutlich zurück. Der Rückgang führt langfristig zu einer Überalterung der Bevölkerung, wenn Migration den Bevölkerungsschwund nicht ausgleicht. Vor allem die unter Adenauer eingeführte umlagefinanzierte gesetzliche Rente wird durch kleinere jüngere Generationen, die größere ältere Generationen finanzieren müssen, vor große Herausforderungen gestellt.

Zuletzt konnten wieder leicht steigende Geburtenzahlen registriert werden. Dieser Trend könnte sich Prognosen zu Folge auch in Zukunft fortsetzen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Globale Ungleichheit verringern: Wachstum und Migration

Einer aktuellen Umfrage in 34 Ländern zu Folge sorgen sich mehr Befragte um Einkommensungleichheit als um die derzeitige Corona-Pandemie. Pessimismus in Hinblick auf Ungleichheit ist demnach am weitesten bei Menschen in Frankreich verbreitet, gefolgt von Spanien, Griechenland und Deutschland.

Wachsende globale Ungleichheit war bis in die 1970er/80er Jahre zu beobachten. Für die Entwicklung der jüngsten Vergangenheit passt das Bild zunehmender globaler Ungleichheit nicht. Die weltweite Einkommensungleichheit ging in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurück.

Wem der Rückgang der globalen Ungleichheit am Herz liegt, sollte sich für bessere Rahmenbedingungen einsetzen, die Wachstum in armen Ländern befördern und globale Migration erleichtern.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Corona-Impfstoff: Freiwillige vor, auch ohne Zulassung!

Seit Anfang November gibt es im Kampf gegen die Corona-Pandemie gute Nachrichten im Wochentakt. Den ersten Aufschlag machte am 8. November das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech zusammen mit seinem amerikanischen Partner Pfizer: Ihr Impfstoffkandidat sei in der entscheidenden Phase-3-Studie mehr als 90 Prozent effektiv. Genau eine Woche später legte das amerikanische Unternehmen Moderna ähnlich erfolgversprechende Daten vor. Aus dem Duo wurde eine weitere Woche später ein Trio: AstraZeneca vermeldete ebenfalls einen Erfolg seiner Phase-3-Studie.

Inzwischen haben BioNTech und Pfizer in den USA eine Notfallzulassung beantragt und die finalen Daten im rollierenden Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vorgelegt. Trotz der guten Nachrichten: Geimpft wird noch nicht. Die Hersteller haben zwar bereits erhebliche Mengen Impfstoff produziert. Sie warten jedoch auf die Zulassung der Behörden.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Pressefreiheit und demokratischer Rechtsstaat

Reporter ohne Grenzen berichtet, dass 2019 weltweit 50 Journalisten getötet und deutlich mehr inhaftiert wurden. Besonders gefährdet sind Journalisten in Ländern, in denen rechtsstaatliche Strukturen vergeblich zu suchen sind. Instabile Länder wie Afghanistan oder das unter dem Bürgerkrieg leidende Syrien, aber auch Hochburgen des Drogenkriegs wie Mexiko sind für Journalisten gefährliche Pflaster.

In Zeiten von Kriegen, Bürgerkriegen und Revolutionen ist die Arbeit von Journalisten nicht nur gefährlich, sondern die freie Berichterstattung insgesamt in Gefahr. Umso interessanter ist die Lage der Pressefreiheit während der griechischen Revolution im 19. Jahrhundert, die Aristides Hatzis in einem neuen IREF Working Paper beleuchtet.

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Erschienen bei: IREF. 

Nobelpreis für Welternährungsprogramm – Nicht alles Gold, was glänzt

Der Preisträger des diesjährigen Friedensnobelpreises war eine echte Überraschung. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wurde ausgezeichnet „for its efforts to combat hunger, for its contribution to bettering conditions for peace in conflict-affected areas and for acting as a driving force in efforts to prevent the use of hunger as a weapon of war and conflict.“ In den Wettbüros wurden zuvor vor allem die Weltgesundheitsorganisation und Greta Thunberg als Favoriten gehandelt. Das Welternährungsprogramm hatten die wenigsten auf dem Wettzettel.

Der Kampf gegen Hunger, dem sich das Welternährungsprogramm verschrieben hat, ist zweifelslos eine wichtige Herausforderung. Doch gibt es erhebliche Zweifel, ob das Welternährungsprogramm die ihm anvertrauten umfangreichen Ressourcen bestmöglich einsetzt. Vor diesem Hintergrund kam die Auszeichnung nicht nur überraschend, sondern ist auch im Nachhinein nur schwer nachvollziehbar.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Lebenserwartung: Über fünf Generationen verdoppelt

In den letzten 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Zunächst wurde die Entwicklung von einer sinkenden Säuglings- und Kindersterblichkeit getrieben, nun vor allem durch bessere Überlebenschancen älterer Menschen. Eine stark steigende Lebenserwartung ist allerdings kein Selbstläufer.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Zuwanderung nach Deutschland: EU und Lauf der Geschichte entscheidend

Zuwanderung nach Deutschland war in den letzten 15 Jahren, anders als häufig wahrgenommen, überwiegend ein EU-Phänomen. Jeder zweite Einwanderer stammte aus einem EU-Land. Innerhalb der EU gilt für Arbeitnehmer die uneingeschränkte Freizügigkeit. Unionsbürger dürfen in andere Mitgliedstaaten auch einreisen und sich dort aufhalten, um Arbeit zu finden. Für Personen aus Staaten außerhalb der EU sind die Barrieren ungleich höher. Da die Bundesregierung die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern fördern möchte, sollte sie die Zuwanderungsregeln für Personen aus Drittstaaten stärker an das für EU-Bürger geltende Regelwerk angleichen. Dann würde auch die Zuwanderung aus Drittstaaten weniger stark von historischen Zufällen bestimmt werden wie den Zusammenbruch der Sowjetunion oder den Bürgerkrieg in Syrien.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.