Corona-Impfstoff: Freiwillige vor, auch ohne Zulassung!

Seit Anfang November gibt es im Kampf gegen die Corona-Pandemie gute Nachrichten im Wochentakt. Den ersten Aufschlag machte am 8. November das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech zusammen mit seinem amerikanischen Partner Pfizer: Ihr Impfstoffkandidat sei in der entscheidenden Phase-3-Studie mehr als 90 Prozent effektiv. Genau eine Woche später legte das amerikanische Unternehmen Moderna ähnlich erfolgversprechende Daten vor. Aus dem Duo wurde eine weitere Woche später ein Trio: AstraZeneca vermeldete ebenfalls einen Erfolg seiner Phase-3-Studie.

Inzwischen haben BioNTech und Pfizer in den USA eine Notfallzulassung beantragt und die finalen Daten im rollierenden Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vorgelegt. Trotz der guten Nachrichten: Geimpft wird noch nicht. Die Hersteller haben zwar bereits erhebliche Mengen Impfstoff produziert. Sie warten jedoch auf die Zulassung der Behörden.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Pressefreiheit und demokratischer Rechtsstaat

Reporter ohne Grenzen berichtet, dass 2019 weltweit 50 Journalisten getötet und deutlich mehr inhaftiert wurden. Besonders gefährdet sind Journalisten in Ländern, in denen rechtsstaatliche Strukturen vergeblich zu suchen sind. Instabile Länder wie Afghanistan oder das unter dem Bürgerkrieg leidende Syrien, aber auch Hochburgen des Drogenkriegs wie Mexiko sind für Journalisten gefährliche Pflaster.

In Zeiten von Kriegen, Bürgerkriegen und Revolutionen ist die Arbeit von Journalisten nicht nur gefährlich, sondern die freie Berichterstattung insgesamt in Gefahr. Umso interessanter ist die Lage der Pressefreiheit während der griechischen Revolution im 19. Jahrhundert, die Aristides Hatzis in einem neuen IREF Working Paper beleuchtet.

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Erschienen bei: IREF. 

FastFacts: Rekordstrompreise in Deutschland

In Deutschland müssen Haushalte für eine Kilowattstunde Strom mehr ausgeben als in allen übrigen EU-Ländern. In der öffentlichen Debatte wird zumeist die Förderung erneuerbarer Energien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Ursache für die Steigerung debattiert. Der direkte EEG-Anteil an den Stromkosten ist für private Haushalte tatsächlich relativ hoch. Doch ein anderer Posten der Stromrechnung, der indirekt auch mit den Kosten für erneuerbare Energien zusammenhängt, ist inzwischen größer als die direkten Kosten des EEG.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Nobelpreis für Welternährungsprogramm – Nicht alles Gold, was glänzt

Der Preisträger des diesjährigen Friedensnobelpreises war eine echte Überraschung. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wurde ausgezeichnet „for its efforts to combat hunger, for its contribution to bettering conditions for peace in conflict-affected areas and for acting as a driving force in efforts to prevent the use of hunger as a weapon of war and conflict.“ In den Wettbüros wurden zuvor vor allem die Weltgesundheitsorganisation und Greta Thunberg als Favoriten gehandelt. Das Welternährungsprogramm hatten die wenigsten auf dem Wettzettel.

Der Kampf gegen Hunger, dem sich das Welternährungsprogramm verschrieben hat, ist zweifelslos eine wichtige Herausforderung. Doch gibt es erhebliche Zweifel, ob das Welternährungsprogramm die ihm anvertrauten umfangreichen Ressourcen bestmöglich einsetzt. Vor diesem Hintergrund kam die Auszeichnung nicht nur überraschend, sondern ist auch im Nachhinein nur schwer nachvollziehbar.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Lebenserwartung: Über fünf Generationen verdoppelt

In den letzten 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Zunächst wurde die Entwicklung von einer sinkenden Säuglings- und Kindersterblichkeit getrieben, nun vor allem durch bessere Überlebenschancen älterer Menschen. Eine stark steigende Lebenserwartung ist allerdings kein Selbstläufer.

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Zuwanderung nach Deutschland: EU und Lauf der Geschichte entscheidend

Zuwanderung nach Deutschland war in den letzten 15 Jahren, anders als häufig wahrgenommen, überwiegend ein EU-Phänomen. Jeder zweite Einwanderer stammte aus einem EU-Land. Innerhalb der EU gilt für Arbeitnehmer die uneingeschränkte Freizügigkeit. Unionsbürger dürfen in andere Mitgliedstaaten auch einreisen und sich dort aufhalten, um Arbeit zu finden. Für Personen aus Staaten außerhalb der EU sind die Barrieren ungleich höher. Da die Bundesregierung die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern fördern möchte, sollte sie die Zuwanderungsregeln für Personen aus Drittstaaten stärker an das für EU-Bürger geltende Regelwerk angleichen. Dann würde auch die Zuwanderung aus Drittstaaten weniger stark von historischen Zufällen bestimmt werden wie den Zusammenbruch der Sowjetunion oder den Bürgerkrieg in Syrien.

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Fast Facts: Verkehrstote – Jung und zu schnell?

Jung, zu schnell – oft der erste Gedanke, wenn es um mögliche Ursachen für Verkehrstote geht. Doch stimmt das traurige Klischee? Die Antwort: teilweise. Der Schwerpunkt liegt nicht nur bei jungen Fahrern, sondern auch bei älteren Verkehrsteilnehmern. So verunglücken mehr Rentner mit dem Fahrrad tödlich im Straßenverkehr als 15 bis 25-Jährige mit dem Auto. Allerdings ist die Gruppe der Rentner deutlich größer als die der 15 bis 25-Jährigen. Doch insgesamt gibt es bei den älteren Altersgruppen ein relativ großes Potential die Zahl der Verkehrstoten weiter zu senken.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Schattenwirtschaft: Wenn Corona doppelt zuschlägt

Die Corona-Krise und die in Reaktion darauf ergriffenen politischen Maßnahmen betrafen und betreffen Menschen unterschiedlich stark. Während die einen einigermaßen geregelt ihrer Arbeit nachgehen können, haben andere mit massiven Einschränkungen ihrer Arbeitsmöglichkeiten zu kämpfen. Angehörige einiger Berufsgruppen können ihre Einkommensverluste durch Schwarzarbeit etwas abmildern, wie Ökonom Lars Feld in einem Interview anführt. In anderen Branchen werden allerdings gerade Personen, die für gewöhnlich zumindest einen Teil ihres Einkommens in der Schattenwirtschaft erzielen, doppelt hart getroffen. Ihnen entgehen nicht nur Einnahmen aus legalen Aktivitäten, die möglicherweise durch Kurzarbeitergeld oder Soforthilfen teilweise ausgeglichen werden. Auch Einnahmen aus inoffiziellen Tätigkeiten bleiben aus. Das trifft beispielsweise relativ häufig auf Angestellte in der Gastronomie zu und weniger häufig auf Angestellte in der Bauwirtschaft, wo Schwarzarbeit ebenfalls weit verbreitet ist.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Fast Facts: Fast drei von vier Frauen erwerbstätig

Drei von vier Frauen waren im Jahr 2019 erwerbstätig. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Daten zur Erwerbstätigkeit in Deutschland werden dort für die Jahre ab 1959 bereitgestellt.

Der Anteil erwerbstätiger Frauen liegt über die gesamte Zeit unter dem der Männer. So belief sich der Anteil erwerbstätiger Frauen bis zur Wiedervereinigung relativ konstant auf unter 50 Prozent. Mit der Wiedervereinigung geht ein Sprung in der Statistik einher. In Ostdeutschland waren und sind Frauen umfangreicher erwerbstätig.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Korruption: Eine Plage auch in Europa

In Reaktion auf Covid-19 werden von Regierungen schnell umfangreiche Hilfsmittel bereitgestellt. Diese rufen jedoch nicht nur hilfsbedürftige Haushalte und Unternehmen auf den Plan, sondern auch Opportunisten. So rechnet die OSZE im Zuge der Hilfsmaßnahmen mit mehr Korruption. Dass diese Gefahr jedoch nicht in allen Ländern gleich groß ist, legen deutliche Unterschiede des Ausmaßes von Korruption außerhalb von Krisenzeiten nahe. Auch in Europa, wo Korruption im Vergleich zu anderen Weltregionen insgesamt relativ schwach verbreitet ist, sind die Unterschiede hinsichtlich der Verbreitung von Korruption von Land zu Land teilweise erheblich. In skandinavischen Ländern wird das Leben von Menschen durch Korruption der öffentlichen Hand nur wenig erschwert. In einigen Ländern Ost- und Südeuropas ist die Situation heute verfahrener, aber nicht aussichtslos, wie die positive Entwicklung der letzten Jahre in Ländern wie Estland illustriert.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.