FastFacts: Kinder kriegen die Leute immer?

Kinder kriegen die Leute immer“, soll Bundeskanzler Konrad Adenauer prognostiziert haben. Während seiner Kanzlerschaft sollte Adenauer recht behalten, doch seit den 1970er gingen die Geburtenzahlen in Deutschland deutlich zurück. Der Rückgang führt langfristig zu einer Überalterung der Bevölkerung, wenn Migration den Bevölkerungsschwund nicht ausgleicht. Vor allem die unter Adenauer eingeführte umlagefinanzierte gesetzliche Rente wird durch kleinere jüngere Generationen, die größere ältere Generationen finanzieren müssen, vor große Herausforderungen gestellt.

Zuletzt konnten wieder leicht steigende Geburtenzahlen registriert werden. Dieser Trend könnte sich Prognosen zu Folge auch in Zukunft fortsetzen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Globale Ungleichheit verringern: Wachstum und Migration

Einer aktuellen Umfrage in 34 Ländern zu Folge sorgen sich mehr Befragte um Einkommensungleichheit als um die derzeitige Corona-Pandemie. Pessimismus in Hinblick auf Ungleichheit ist demnach am weitesten bei Menschen in Frankreich verbreitet, gefolgt von Spanien, Griechenland und Deutschland.

Wachsende globale Ungleichheit war bis in die 1970er/80er Jahre zu beobachten. Für die Entwicklung der jüngsten Vergangenheit passt das Bild zunehmender globaler Ungleichheit nicht. Die weltweite Einkommensungleichheit ging in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurück.

Wem der Rückgang der globalen Ungleichheit am Herz liegt, sollte sich für bessere Rahmenbedingungen einsetzen, die Wachstum in armen Ländern befördern und globale Migration erleichtern.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Nobelpreis für Welternährungsprogramm – Nicht alles Gold, was glänzt

Der Preisträger des diesjährigen Friedensnobelpreises war eine echte Überraschung. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wurde ausgezeichnet „for its efforts to combat hunger, for its contribution to bettering conditions for peace in conflict-affected areas and for acting as a driving force in efforts to prevent the use of hunger as a weapon of war and conflict.“ In den Wettbüros wurden zuvor vor allem die Weltgesundheitsorganisation und Greta Thunberg als Favoriten gehandelt. Das Welternährungsprogramm hatten die wenigsten auf dem Wettzettel.

Der Kampf gegen Hunger, dem sich das Welternährungsprogramm verschrieben hat, ist zweifelslos eine wichtige Herausforderung. Doch gibt es erhebliche Zweifel, ob das Welternährungsprogramm die ihm anvertrauten umfangreichen Ressourcen bestmöglich einsetzt. Vor diesem Hintergrund kam die Auszeichnung nicht nur überraschend, sondern ist auch im Nachhinein nur schwer nachvollziehbar.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Lebenserwartung: Über fünf Generationen verdoppelt

In den letzten 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Zunächst wurde die Entwicklung von einer sinkenden Säuglings- und Kindersterblichkeit getrieben, nun vor allem durch bessere Überlebenschancen älterer Menschen. Eine stark steigende Lebenserwartung ist allerdings kein Selbstläufer.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Korruption: Eine Plage auch in Europa

In Reaktion auf Covid-19 werden von Regierungen schnell umfangreiche Hilfsmittel bereitgestellt. Diese rufen jedoch nicht nur hilfsbedürftige Haushalte und Unternehmen auf den Plan, sondern auch Opportunisten. So rechnet die OSZE im Zuge der Hilfsmaßnahmen mit mehr Korruption. Dass diese Gefahr jedoch nicht in allen Ländern gleich groß ist, legen deutliche Unterschiede des Ausmaßes von Korruption außerhalb von Krisenzeiten nahe. Auch in Europa, wo Korruption im Vergleich zu anderen Weltregionen insgesamt relativ schwach verbreitet ist, sind die Unterschiede hinsichtlich der Verbreitung von Korruption von Land zu Land teilweise erheblich. In skandinavischen Ländern wird das Leben von Menschen durch Korruption der öffentlichen Hand nur wenig erschwert. In einigen Ländern Ost- und Südeuropas ist die Situation heute verfahrener, aber nicht aussichtslos, wie die positive Entwicklung der letzten Jahre in Ländern wie Estland illustriert.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Flugtickets: Mindestpreise sozial und ökologisch?

Im Zuge der Rettung der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines kündigte der österreichische Bundeskanzler Kurz einen Mindestpreis für Flugtickets an. Zukünftig sollen in Österreich keine Flugtickets für weniger als 40 Euro verkauft werden. Damit wolle man „gewissen Exzessen“ und deren sozialen und ökologischen Folgen einen Riegel vorschieben, wie der österreichische Vizekanzler Werner Kogler erläuterte. Doch dem angesichts des europäischen Emissionshandels begrenzten ökologischen Nutzen eines Mindestpreises für Flugreisen stehen unerwünschte soziale Folgen gegenüber. Der geplante Eingriff ist angesichts der formulierten Ziele kein attraktives Instrument.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Fast Facts: Steuer- und Sozialabgabenquote

Im Jahr 2019 lag die Abgabenquote in Deutschland bei 41,4 Prozent. Die Abgabenquote setzt sich aus der Steuerquote und der Sozialabgabenquote zusammen. Die Steuerquote zeigt das Verhältnis der Summe der Steuereinnahmen zum Bruttoinlandprodukt an und die Sozialabgabenquote erfasst das Verhältnis der gezahlten Sozialbeiträge zum Bruttoinlandprodukt.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Hunger und Armut – Rückschlag durch Corona?

Die Bekämpfung von Hunger und Armut war ein zentrales Ziel der UN-Millenniumsvereinbarung aus dem Jahr 2000. Hunderte Millionen Menschen sind seitdem extremer Armut entkommen. Ökonomen der Weltbank befürchten jetzt, Corona werde die globale Armut erhöhen, wovon insbesondere Menschen in den armen Ländern Südasiens und Subsahara-Afrikas betroffen wären. Erstmals seit Jahrzehnten könnte die Zahl der Personen weltweit, die in extremer Armut leben, wieder steigen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink und Felix Gillmair.

Venture Capital in Deutschland: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Photo: IREF Europe

N26, Celonis und Biontech sind die jüngsten Erfolge der deutschen Startup-Szene. Alle drei Unternehmen haben im vergangenen Jahr höhere Summen Wagniskapitaleingesammelt. So erfreulich diese Nachrichten sind, so problematisch ist das Gesamtbild der Venture Capital-Szene hierzulande. In Deutschland wird jungen Unternehmen nur vergleichsweise wenig Risikokapital bereitgestellt.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Abgewirtschaftet: BIP-Entwicklung der DDR

Photo: IREF Europe

Die DDR-Führung präsentierte stets gute Wirtschaftszahlen und wähnte sich unter den TOP 10 der weltweiten Wirtschaftsmächte. Die tatsächliche Leistungsfähigkeit der DDR-Wirtschaft wurde spätestens mit der Wende offenbar: Sie lag deutlich unter der propagierten. Auch im Westen wurde die DDR-Wirtschaft lange überschätzt. Inzwischen gibt es zahlreiche Untersuchungen, die das Bruttoinlandsprodukt der DDR schätzen. Selbst die optimistischsten unter ihnen sehen die DDR weit hinter der BRD. Die gute Nachricht: Nach der Wiedervereinigung hat sich die Situation auf dem ehemaligen Gebiet der DDR deutlich verbessert.

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Erschienen bei: IREF. Mitautoren: Dr. Alexander Fink & Felix Gillmair