Statt Patentfreigabe: Kaufen, kaufen, kaufen

US-Präsident Biden sorgt mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Aufsehen. Um „möglichst viele Menschen so schnell wie möglich mit sicheren und wirksamen Impfstoffen zu versorgen“, setzt sich die US-Regierung dafür ein, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe auszusetzen. Ziel ist es, auch ärmere Länder in die Lage zu versetzen, kostengünstig Corona-Impfstoffe herzustellen und ihre Bevölkerungen damit gegen das Corona-Virus zu schützen. Während die EU-Kommissionspräsidentin Zustimmung signalisiert hat, lehnt die deutsche Regierung entsprechende Ansinnen bisher ab. So wurde ein Antrag der Linkspartei im deutschen Bundestag mit breiter Mehrheit der Großen Koalition, der FDP und der AfD abgelehnt. Die Grünen enthielten sich.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Vorfahrt für Erstimpfungen

Impfen ist der Weg aus der Corona-Pandemie. Großbritannien, Israel und die Vereinigten Staaten sind mit ihren Impfkampagnen bereits weit fortgeschritten. In Kontinentaleuropa sind die lebensrettenden Impfstoffe Mangelware, nicht zuletzt wegen einer unglücklichen Bestellpolitik der EU. Angesichts knapper Impfstoffe und großem Leid verursacht durch das Virus bedarf es eines möglichst effizienten Einsatzes der vorhanden Impfstoffdosen. Es kristallisiert sich zunehmend heraus, dass bereits die erste Impfung einen hohen Schutz vor ernsthafter Erkrankung mit Krankenhausaufenthalten und tödlichen Ausgängen bietet. Da der Impfstoff knapp ist, sollten zunächst alle Dosen für Erstimpfungen eingesetzt werden, um möglichst vielen Menschen einen ersten Schutz zu bieten und schwere Verläufe sowie Todesfälle zu verhindern.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF.

Impfen: Hoch die Hände Wochenende?

„In jeder Familie gibt es jemanden, der geimpft worden ist“, bekundete Gesundheitsminister Jens SpahnMitte März. Damit wollte er etwas Optimismus bezüglich der deutschen Impfkampagne verbreiten, nachdem zunehmend Kritik laut wurde. Vor dem Hintergrund der Impferfolge anderer Länder setzt sich auch hierzulande zusehends die Erkenntnis durch, dass der Faktor Impfgeschwindigkeit für eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie entscheidend ist. Je früher eine Person geimpft ist, desto weniger Gelegenheiten bieten sich für eine Infektion. Besonders schmerzlich sind etwa Berichte aus Altenheimen, bei denen die Impfteams nur wenige Tage zu spät eintrafen und sich Heimbewohner kurz zuvor infizierten und einige schließlich verstarben.

Gelieferte Dosen sollten stets umgehend verimpft werden – just in time. Die Realität sieht leider anders aus.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Human Challenge Trials: Beschleuniger für Impfstoffentwicklung?

Impfstoffe gegen Corona wurden in einer unglaublichen Geschwindigkeit entwickelt. CNN berichtet, dass die Entwickler bei Moderna bereits am 13. Januar 2020, zwei Tage nachdem die chinesischen Behörden die Gensequenz des Corona-Virus veröffentlichten den Impfstoff entwickelt hatten und anschließend mit der Herstellung von Impfdosen für klinische Tests begannen. Die Tests sollten schließlich noch mehrere Monate dauern, obwohl zur Beschleunigung die üblichen Testphasen parallel durchgeführt wurden.

Zeitintensiv ist besonders der Nachweis der Effektivität, also wie gut der Impfstoff schützt. Die bisher üblichen Verfahren setzen darauf, dass sich Studienteilnehmer zufällig auf natürliche Weise mit dem Virus infizieren. Die Effektivität könnte allerdings durch absichtliche Ansteckungen im Rahmen von sogenannten Human Challenge Trials deutlich schneller bestimmt werden. Das könnte angesichts zahlreicher Mutanten des Virus auch für die aktuelle Pandemie eine relevante Möglichkeit sein, wenn Zulassungsbehörden erneut Effektivitätsnachweise verlangen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Impftermine: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst?

Der Start der Impfkampagne gegen Corona ist ein Hoffnungssignal. Doch gleichzeitig macht sich nicht nur Frust über die bestellten Impfstoffmengen breit. Auch bei der Umsetzung der Impfungen stockt es. In vielen Bundesländern konnten sich die ersten Impfberechtigten nicht nur über Hotlines anmelden, sondern auch über Internetportale für Termine registrieren. Die Internetportale brachen allerdings wie etwa in HessenSaarlandNRW und Sachsen nach dem Start der Registrierung unter dem Ansturm der impfwilligen Über-80-Jährigen zusammen. Eine kleine Anpassung der Regeln der Registrierungsverfahren könnte ein solches Malheure beim Start der Registrierungen der nächsten berechtigten Gruppen verhindern.

Zwar mögen abstützende Server bei der Registrierung nur als ein kleines Ärgernis erscheinen, doch erhöhen Berichte über das „Chaos bei Impfterminvergabe“ die Impfbereitschaft gewiss nicht. Im Gegenteil. Nicht nur ältere Mitbürger könnten frustriert aufgeben, wenn sie sich an die Onlineterminvergabe heranwagen und dann Fehlermeldungen erhalten.

Wenn demnächst der Startschuss für die größeren Bevölkerungsgruppen fällt, die sich vermutlich relativ häufiger online registrieren wollen, sollte sich das traurige Spiel nicht wiederholen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Impfung: Fragen Sie ihren Arzt und Apotheker!

Angesichts tausender täglicher Neuinfektionen, vielen Todesopfern und hohem wirtschaftlichen Schaden sind in den nächsten Monaten weitere Anstrengungen nötig, um die Anzahl täglicher Corona-Impfungen deutlich zu erhöhen. Es ist daher richtig, dass auch Hausärzte in die Impfungen eingebunden werden, sobald mehr Impfstoff verfügbar ist. Einen weiteren Beitrag zur Impfkampagne könnten die rund 19.000 Apotheken in Deutschland leisten. Dafür müssten jetzt die Weichen gestellt werden. Dieser Schritt würde sich auch langfristig auszahlen: Impfungen in Apotheken können zu einer umfangreicheren Immunisierung der Bevölkerung auch gegen andere Krankheiten beitragen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Schnelle Corona-Impfstoffzulassung: Warum nicht immer so?

Es ist vollbracht! Der erste Impfstoff wurde nun auch in der gesamten EU zugelassen. Der Corona-Impfstoff wurde nicht nur in Rekordzeit entwickelt und getestet, sondern auch zugelassen. In der Regel dauert die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs in der Pharmaindustrie mehr als 13 Jahre, davon entfallen im Durchschnitt 1,5 Jahre auf das Zulassungsverfahren. Angesichts der deutlich schnelleren Zulassung des Corona-Impfstoffs stellt sich die Frage, warum eine schnellere Zulassung nicht auch in normalen Zeiten die Regel ist?

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Corona-Impfstoff: Freiwillige vor, auch ohne Zulassung!

Seit Anfang November gibt es im Kampf gegen die Corona-Pandemie gute Nachrichten im Wochentakt. Den ersten Aufschlag machte am 8. November das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech zusammen mit seinem amerikanischen Partner Pfizer: Ihr Impfstoffkandidat sei in der entscheidenden Phase-3-Studie mehr als 90 Prozent effektiv. Genau eine Woche später legte das amerikanische Unternehmen Moderna ähnlich erfolgversprechende Daten vor. Aus dem Duo wurde eine weitere Woche später ein Trio: AstraZeneca vermeldete ebenfalls einen Erfolg seiner Phase-3-Studie.

Inzwischen haben BioNTech und Pfizer in den USA eine Notfallzulassung beantragt und die finalen Daten im rollierenden Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vorgelegt. Trotz der guten Nachrichten: Geimpft wird noch nicht. Die Hersteller haben zwar bereits erhebliche Mengen Impfstoff produziert. Sie warten jedoch auf die Zulassung der Behörden.

Hier weiterlesen.

Click here to read the English version of the article.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Lebenserwartung: Über fünf Generationen verdoppelt

In den letzten 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Zunächst wurde die Entwicklung von einer sinkenden Säuglings- und Kindersterblichkeit getrieben, nun vor allem durch bessere Überlebenschancen älterer Menschen. Eine stark steigende Lebenserwartung ist allerdings kein Selbstläufer.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Fast Facts: Verkehrstote – Jung und zu schnell?

Jung, zu schnell – oft der erste Gedanke, wenn es um mögliche Ursachen für Verkehrstote geht. Doch stimmt das traurige Klischee? Die Antwort: teilweise. Der Schwerpunkt liegt nicht nur bei jungen Fahrern, sondern auch bei älteren Verkehrsteilnehmern. So verunglücken mehr Rentner mit dem Fahrrad tödlich im Straßenverkehr als 15 bis 25-Jährige mit dem Auto. Allerdings ist die Gruppe der Rentner deutlich größer als die der 15 bis 25-Jährigen. Doch insgesamt gibt es bei den älteren Altersgruppen ein relativ großes Potential die Zahl der Verkehrstoten weiter zu senken.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.