Fabian Kurz

is a Research Fellow at the Institute for Research in Economic and Fiscal Issues (IREF). IREF is a think tank advocating for the elimination of barriers to voluntary exchanges of goods, services, and ideas – nationally and internationally. Trained as an economist, Mr. Kurz’s research focuses on health policy and public finance.
Fabian Kurz

Fabian Kurz

Arbeitsumfang in Deutschland: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Vier-Tage-Woche oder gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen? Die Forderung nach einer Verkürzung der Erwerbszeit, am besten bei vollem Lohnausgleich, darf in keinem Wahlkampf fehlen.

Aber arbeiten wir tatsächlich immer mehr, sodass unsere Familien und Hobbies leiden und es einer politischen Reduzierung des Erwerbsumfangs bedarf? Zwar mag für einige der Umfang der Erwerbstätigkeit sehr hoch sein, doch lässt sich diese Beobachtung nicht verallgemeinern, wie ein Blick auf verschiedene Statistiken zur Zeitverwendung zeigt.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Florian Rösch

Autonome Autos: Das Ende des ÖPNVs (wie wir ihn kennen)?

Im Mai beschloss der Bundestag ein Gesetz zum autonomen Fahren. In den USA und China werden autonome Fahrzeuge bereits weit umfangreicher als in Deutschland getestet. Das neue Gesetz und die vielen erfolgreichen Tests von Unternehmen sind Hinweise darauf, dass das autonome Fahren keine weit entfernte Zukunftsmusik mehr ist. Autonome Fahrzeuge haben das Potential, unsere Mobilität dramatisch zu verändern. Autonome Shuttles auf festgelegten Routen könnten den öffentlichen Nahverkehr revolutionieren, Robotaxen und autonome Fahrzeuge im privaten Besitz den Individualverkehr. Ob das neue Gesetz tatsächlich, wie Verkehrsminister Scheuer meint, ein „Riesenschritt Richtung Zukunft“ ist, wird sich bald zeigen.

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Erschienen bei: IREF.

Die Jahre vor Corona: Weniger materielle Entbehrungen

Pessimistische Berichte über die schlechte Entwicklung der finanziellen Situation deutscher Haushalte finden sich regelmäßig in den Medien. Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den vergangen 10 Jahren gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt galten im Jahr 2019 15,9 Prozent als armutsgefährdet. 10 Jahre zuvor waren es weniger, nämlich 15,4 Prozent. Der Gini-Index für die verfügbaren Einkommen deutscher Haushalte, ein Maß für die Ungleichheit von Einkommen, ist im gleichen Zeitraum von 29,1 auf 29,7 gestiegen. Die Einkommensungleichheit nahm folglich leicht zu. Allerdings sind die Reallöhne seit 2010 im Durchschnitt jährlich um etwa ein Prozent gestiegen.

Ging der Aufschwung der vergangenen Jahre tatsächlich gänzlich an ärmeren Haushalten vorbei? Daten von Eurostat zeichnen ein positiveres Bild – bis zum Pandemiejahr 2020.

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Erschienen bei: IREF.

Statt Patentfreigabe: Kaufen, kaufen, kaufen

US-Präsident Biden sorgt mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Aufsehen. Um „möglichst viele Menschen so schnell wie möglich mit sicheren und wirksamen Impfstoffen zu versorgen“, setzt sich die US-Regierung dafür ein, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe auszusetzen. Ziel ist es, auch ärmere Länder in die Lage zu versetzen, kostengünstig Corona-Impfstoffe herzustellen und ihre Bevölkerungen damit gegen das Corona-Virus zu schützen. Während die EU-Kommissionspräsidentin Zustimmung signalisiert hat, lehnt die deutsche Regierung entsprechende Ansinnen bisher ab. So wurde ein Antrag der Linkspartei im deutschen Bundestag mit breiter Mehrheit der Großen Koalition, der FDP und der AfD abgelehnt. Die Grünen enthielten sich.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Nicht erst seit Corona: Onlinehandel boomt

Amazon, Zalando, HelloFresh und andere Onlineanbieter erfreuen sich hoher Nachfrage nach ihren Diensten und konnten ihren Marktwert an der Börse in den vergangenen Monaten deutlich steigern, Corona sei Dank. Der Onlinehandel boomt jedoch nicht erst seit Corona und die Konsumenten sind dennoch weiterhin weit davon entfernt, „alles“ online zu kaufen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Präsident Biden: Neue Chance für TTIP?

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Joe Biden ist bereits einige Wochen im Amt. Sein Vorgänger Donald Trump pflegte die Beziehungen zu westlichen Partnern im besten Fall stiefmütterlich. Zu Beginn seiner Präsidentschaft legte Trump nicht nur die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen TTIP auf Eis, sondern überzog unter anderem die europäischen Partner mit Zöllen auf Stahl und Aluminium. Die EU konterte mit Zöllen auf Bourbon, Harley Davidson Motorräder und andere Güter.

Mit dem Beginn der Präsidentschaft Bidens ist bei vielen westlichen Partnern die Hoffnung auf bessere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten verbunden, auch wirtschaftliche. Ist die Hoffnung berechtigt und bekommt das Freihandelsabkommen TTIP noch einmal eine Chance?

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Erschienen bei: IREF. 

Vorfahrt für Erstimpfungen

Impfen ist der Weg aus der Corona-Pandemie. Großbritannien, Israel und die Vereinigten Staaten sind mit ihren Impfkampagnen bereits weit fortgeschritten. In Kontinentaleuropa sind die lebensrettenden Impfstoffe Mangelware, nicht zuletzt wegen einer unglücklichen Bestellpolitik der EU. Angesichts knapper Impfstoffe und großem Leid verursacht durch das Virus bedarf es eines möglichst effizienten Einsatzes der vorhanden Impfstoffdosen. Es kristallisiert sich zunehmend heraus, dass bereits die erste Impfung einen hohen Schutz vor ernsthafter Erkrankung mit Krankenhausaufenthalten und tödlichen Ausgängen bietet. Da der Impfstoff knapp ist, sollten zunächst alle Dosen für Erstimpfungen eingesetzt werden, um möglichst vielen Menschen einen ersten Schutz zu bieten und schwere Verläufe sowie Todesfälle zu verhindern.

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Erschienen bei: IREF.

Impfen: Hoch die Hände Wochenende?

„In jeder Familie gibt es jemanden, der geimpft worden ist“, bekundete Gesundheitsminister Jens SpahnMitte März. Damit wollte er etwas Optimismus bezüglich der deutschen Impfkampagne verbreiten, nachdem zunehmend Kritik laut wurde. Vor dem Hintergrund der Impferfolge anderer Länder setzt sich auch hierzulande zusehends die Erkenntnis durch, dass der Faktor Impfgeschwindigkeit für eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie entscheidend ist. Je früher eine Person geimpft ist, desto weniger Gelegenheiten bieten sich für eine Infektion. Besonders schmerzlich sind etwa Berichte aus Altenheimen, bei denen die Impfteams nur wenige Tage zu spät eintrafen und sich Heimbewohner kurz zuvor infizierten und einige schließlich verstarben.

Gelieferte Dosen sollten stets umgehend verimpft werden – just in time. Die Realität sieht leider anders aus.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Human Challenge Trials: Beschleuniger für Impfstoffentwicklung?

Impfstoffe gegen Corona wurden in einer unglaublichen Geschwindigkeit entwickelt. CNN berichtet, dass die Entwickler bei Moderna bereits am 13. Januar 2020, zwei Tage nachdem die chinesischen Behörden die Gensequenz des Corona-Virus veröffentlichten den Impfstoff entwickelt hatten und anschließend mit der Herstellung von Impfdosen für klinische Tests begannen. Die Tests sollten schließlich noch mehrere Monate dauern, obwohl zur Beschleunigung die üblichen Testphasen parallel durchgeführt wurden.

Zeitintensiv ist besonders der Nachweis der Effektivität, also wie gut der Impfstoff schützt. Die bisher üblichen Verfahren setzen darauf, dass sich Studienteilnehmer zufällig auf natürliche Weise mit dem Virus infizieren. Die Effektivität könnte allerdings durch absichtliche Ansteckungen im Rahmen von sogenannten Human Challenge Trials deutlich schneller bestimmt werden. Das könnte angesichts zahlreicher Mutanten des Virus auch für die aktuelle Pandemie eine relevante Möglichkeit sein, wenn Zulassungsbehörden erneut Effektivitätsnachweise verlangen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Impftermine: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst?

Der Start der Impfkampagne gegen Corona ist ein Hoffnungssignal. Doch gleichzeitig macht sich nicht nur Frust über die bestellten Impfstoffmengen breit. Auch bei der Umsetzung der Impfungen stockt es. In vielen Bundesländern konnten sich die ersten Impfberechtigten nicht nur über Hotlines anmelden, sondern auch über Internetportale für Termine registrieren. Die Internetportale brachen allerdings wie etwa in HessenSaarlandNRW und Sachsen nach dem Start der Registrierung unter dem Ansturm der impfwilligen Über-80-Jährigen zusammen. Eine kleine Anpassung der Regeln der Registrierungsverfahren könnte ein solches Malheure beim Start der Registrierungen der nächsten berechtigten Gruppen verhindern.

Zwar mögen abstützende Server bei der Registrierung nur als ein kleines Ärgernis erscheinen, doch erhöhen Berichte über das „Chaos bei Impfterminvergabe“ die Impfbereitschaft gewiss nicht. Im Gegenteil. Nicht nur ältere Mitbürger könnten frustriert aufgeben, wenn sie sich an die Onlineterminvergabe heranwagen und dann Fehlermeldungen erhalten.

Wenn demnächst der Startschuss für die größeren Bevölkerungsgruppen fällt, die sich vermutlich relativ häufiger online registrieren wollen, sollte sich das traurige Spiel nicht wiederholen.

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Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.