FastFacts: Privatisierungserlöse für die kapitalgedeckte Rente?

Hunderte Unternehmen in Deutschland sind in Staatsbesitz. An 106 Unternehmen ist der Bund direkt beteiligt. An weiteren 401 Unternehmen ist der Bund unmittelbar beteiligt. Würde der deutsche Staat diese Unternehmen verkaufen, könnten die Erlöse genutzt werden, um die Doppelbelastung, die bei einer Umstellung von einer umlagefinanzierten Rente auf eine kapitalgedeckte Rente entsteht, abzumildern.

Wie hoch die Erlöse wären, wenn der Bund seine Beteiligungen substanziell abstoßen würde, kann nur grob abgeschätzt werden, da die zu erwartenden Verkaufserlöse in der Regel nicht durch bereits beobachtbare Marktpreise bestimmt werden können. Für die wohl drei wertvollsten Beteiligungen des Bundes, die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Bahn AG, lassen sich allerdings die zu erwartenden Erlöse schätzen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. 

Private Vorsorge: Was planen die Parteien?

Die bisherige Förderung privater Altersvorsorge, insbesondere die Riester- und Rürup-Rente, gilt als gescheitert. Die auf Versicherungsprodukte fokussierte Förderung ist vor allem durch niedrige Renditen, etwa auf Grund vorgeschriebener Garantieleistungen, und hohe Abschluss- und Verwaltungskosten unattraktiv.

Nachdem wir die Pläne der im Bundestag vertretenen Parteien zur gesetzlichen umlagefinanzierten Rente und mögliche Pläne für eine kapitalgedeckte gesetzliche Rente näher betrachtet haben, gehen wir in diesem Beitrag auf die Pläne der Parteien zur privaten Altersvorsorge ein.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Florian Rösch

Mit Jamaika in die kapitalgedeckte Rente?

Wie wir festgestellt haben, lassen die Wahlprogramme der Parteien hinsichtlich Reformen, die die finanzielle Solidität der gesetzlichen umlagefinanzierten Rente sichern würden, zu wünschen übrig. Doch möglicherweise könnten tiefgreifende Reformen langfristig die Finanzierung der gesetzlichen Rente auf eine solidere Basis stellen. Eine Möglichkeit ist die Umstellung oder Ergänzung durch eine kapitalgedeckte gesetzliche Rente.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Florian Rösch

Kerosinsteuer und Zertifikatehandel: Doppelt hält nicht besser

Die EU-Kommission hat am 14. Juli das Maßnahmenpaket „Fitfor55“ vorgestellt. Mit dem Paket möchte sie das Ziel erreichen, dass in der EU bis zum Jahr 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 emittiert werden. Am gleichen Tag wurden die Pläne für die Einführung einer Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge veröffentlicht. Durch die Steuer soll der innereuropäische Flugverkehr teurer werden und die Anzahl der durchgeführten Flüge sinken, um zusätzliche Emissionseinsparungen zu erreichen. Durch die Kerosinsteuer wird dieses Ziel jedoch kaum zu erreichen sein.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF.

Die Jahre vor Corona: Weniger materielle Entbehrungen

Pessimistische Berichte über die schlechte Entwicklung der finanziellen Situation deutscher Haushalte finden sich regelmäßig in den Medien. Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den vergangen 10 Jahren gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt galten im Jahr 2019 15,9 Prozent als armutsgefährdet. 10 Jahre zuvor waren es weniger, nämlich 15,4 Prozent. Der Gini-Index für die verfügbaren Einkommen deutscher Haushalte, ein Maß für die Ungleichheit von Einkommen, ist im gleichen Zeitraum von 29,1 auf 29,7 gestiegen. Die Einkommensungleichheit nahm folglich leicht zu. Allerdings sind die Reallöhne seit 2010 im Durchschnitt jährlich um etwa ein Prozent gestiegen.

Ging der Aufschwung der vergangenen Jahre tatsächlich gänzlich an ärmeren Haushalten vorbei? Daten von Eurostat zeichnen ein positiveres Bild – bis zum Pandemiejahr 2020.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF.

Nicht erst seit Corona: Onlinehandel boomt

Amazon, Zalando, HelloFresh und andere Onlineanbieter erfreuen sich hoher Nachfrage nach ihren Diensten und konnten ihren Marktwert an der Börse in den vergangenen Monaten deutlich steigern, Corona sei Dank. Der Onlinehandel boomt jedoch nicht erst seit Corona und die Konsumenten sind dennoch weiterhin weit davon entfernt, „alles“ online zu kaufen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Policy Paper zum Wohnungsmarkt: Reformen auf dem Prüfstand

Seit 2010 sind Preise und Mieten für Wohnimmobilien stark gestiegen. Die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime zogen im Mittel seit 2010 um über 60 % an. Bei den Mieten ging es um über 50 % nach oben. In beliebten Ballungsgebieten fielen die Anstiege mitunter weitaus stärker aus.

Maßnahmen auf Bundesebene seit 2015

In Reaktion auf diese Entwicklungen hat die Politik auf Bundesebene eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen ergriffen. Im Jahr 2015 wurden die Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip bei der Maklergebühr für Mietwohnungen eingeführt. Drei Jahre später folgten Sonderabschreibungen für Bauherren und das Baukindergeld für Familien. Im Jahr 2019 wurde die Fortsetzung der Bereitstellung von Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau angekündigt. Zuletzt wurde im Jahr 2020 eine Wohngelderhöhung implementiert und seit dem 23. Dezember 2020 gilt ein Bestellerprinzip beim Kauf von Wohnimmobilien, das den Auftraggeber des Maklers verpflichtet, mindestens 50 % der Maklergebühr an ihn abzuführen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Pressefreiheit und demokratischer Rechtsstaat

Reporter ohne Grenzen berichtet, dass 2019 weltweit 50 Journalisten getötet und deutlich mehr inhaftiert wurden. Besonders gefährdet sind Journalisten in Ländern, in denen rechtsstaatliche Strukturen vergeblich zu suchen sind. Instabile Länder wie Afghanistan oder das unter dem Bürgerkrieg leidende Syrien, aber auch Hochburgen des Drogenkriegs wie Mexiko sind für Journalisten gefährliche Pflaster.

In Zeiten von Kriegen, Bürgerkriegen und Revolutionen ist die Arbeit von Journalisten nicht nur gefährlich, sondern die freie Berichterstattung insgesamt in Gefahr. Umso interessanter ist die Lage der Pressefreiheit während der griechischen Revolution im 19. Jahrhundert, die Aristides Hatzis in einem neuen IREF Working Paper beleuchtet.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. 

Schattenwirtschaft: Wenn Corona doppelt zuschlägt

Die Corona-Krise und die in Reaktion darauf ergriffenen politischen Maßnahmen betrafen und betreffen Menschen unterschiedlich stark. Während die einen einigermaßen geregelt ihrer Arbeit nachgehen können, haben andere mit massiven Einschränkungen ihrer Arbeitsmöglichkeiten zu kämpfen. Angehörige einiger Berufsgruppen können ihre Einkommensverluste durch Schwarzarbeit etwas abmildern, wie Ökonom Lars Feld in einem Interview anführt. In anderen Branchen werden allerdings gerade Personen, die für gewöhnlich zumindest einen Teil ihres Einkommens in der Schattenwirtschaft erzielen, doppelt hart getroffen. Ihnen entgehen nicht nur Einnahmen aus legalen Aktivitäten, die möglicherweise durch Kurzarbeitergeld oder Soforthilfen teilweise ausgeglichen werden. Auch Einnahmen aus inoffiziellen Tätigkeiten bleiben aus. Das trifft beispielsweise relativ häufig auf Angestellte in der Gastronomie zu und weniger häufig auf Angestellte in der Bauwirtschaft, wo Schwarzarbeit ebenfalls weit verbreitet ist.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Fast Facts: Fast drei von vier Frauen erwerbstätig

Drei von vier Frauen waren im Jahr 2019 erwerbstätig. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Daten zur Erwerbstätigkeit in Deutschland werden dort für die Jahre ab 1959 bereitgestellt.

Der Anteil erwerbstätiger Frauen liegt über die gesamte Zeit unter dem der Männer. So belief sich der Anteil erwerbstätiger Frauen bis zur Wiedervereinigung relativ konstant auf unter 50 Prozent. Mit der Wiedervereinigung geht ein Sprung in der Statistik einher. In Ostdeutschland waren und sind Frauen umfangreicher erwerbstätig.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.