Autonome Autos: Das Ende des ÖPNVs (wie wir ihn kennen)?

Im Mai beschloss der Bundestag ein Gesetz zum autonomen Fahren. In den USA und China werden autonome Fahrzeuge bereits weit umfangreicher als in Deutschland getestet. Das neue Gesetz und die vielen erfolgreichen Tests von Unternehmen sind Hinweise darauf, dass das autonome Fahren keine weit entfernte Zukunftsmusik mehr ist. Autonome Fahrzeuge haben das Potential, unsere Mobilität dramatisch zu verändern. Autonome Shuttles auf festgelegten Routen könnten den öffentlichen Nahverkehr revolutionieren, Robotaxen und autonome Fahrzeuge im privaten Besitz den Individualverkehr. Ob das neue Gesetz tatsächlich, wie Verkehrsminister Scheuer meint, ein „Riesenschritt Richtung Zukunft“ ist, wird sich bald zeigen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF.

FastFacts: Rekordstrompreise in Deutschland

In Deutschland müssen Haushalte für eine Kilowattstunde Strom mehr ausgeben als in allen übrigen EU-Ländern. In der öffentlichen Debatte wird zumeist die Förderung erneuerbarer Energien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Ursache für die Steigerung debattiert. Der direkte EEG-Anteil an den Stromkosten ist für private Haushalte tatsächlich relativ hoch. Doch ein anderer Posten der Stromrechnung, der indirekt auch mit den Kosten für erneuerbare Energien zusammenhängt, ist inzwischen größer als die direkten Kosten des EEG.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Flugtickets: Mindestpreise sozial und ökologisch?

Im Zuge der Rettung der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines kündigte der österreichische Bundeskanzler Kurz einen Mindestpreis für Flugtickets an. Zukünftig sollen in Österreich keine Flugtickets für weniger als 40 Euro verkauft werden. Damit wolle man „gewissen Exzessen“ und deren sozialen und ökologischen Folgen einen Riegel vorschieben, wie der österreichische Vizekanzler Werner Kogler erläuterte. Doch dem angesichts des europäischen Emissionshandels begrenzten ökologischen Nutzen eines Mindestpreises für Flugreisen stehen unerwünschte soziale Folgen gegenüber. Der geplante Eingriff ist angesichts der formulierten Ziele kein attraktives Instrument.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Klimaschädlicher Paketwahn?

Photo: IREF Europe

Onlineshopping wird immer beliebter. Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2019bestellten fast 90 Prozent der 25- bis 44-Jährigen in den vergangen drei Monaten über das Internet. Sogar fast jeder zweite über 65-Jährige gab an, online auf Einkaufstour gewesen zu sein. Doch wird auch Kritik laut: Das Onlineshopping sei schlecht für das Klima. So wird beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung im Kampf gegen den durch Onlineshopping ausgelösten „Paketwahn“ höheres Porto gefordert, um die Umwelt zu schonen. Auch bei der Welt werden in einem Kommentar höhere Preise als ein Beitrag zum Klimaschutz erachtet. So geht aus dem Beitrag hervor, Onlineretouren würden in Deutschland täglich so viel CO2 verursachen wie 2.200 Autos, die von Hamburg nach Moskau fahren. Müssen wir also ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir Schuhe, Smartphones und Windeln online bestellen? Studien haben die Auswirkungen des Onlinehandels untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass Onlinebestellungen oft nicht mehr Treibhausgase verursachen als der Kauf im stationären Handel. Verbesserungspotential gibt es dennoch.

Hier weiterlesen.

Click here to read the English version of the article.

Erschienen bei: IREF. 

Anpassung an den Klimawandel: Märkte helfen

Photo: IREF Europe

Klimaforscher warnen eindringlich vor den möglichen Folgen des menschenverursachten Klimawandels. Eine erhöhte Durchschnittstemperatur macht Extremwetterereignissse wie Dürren und Fluten wahrscheinlicher und der Anstieg des Meeresspiegels bedroht heute besiedelte Küstenregionen. Die internationale Politik hatte sich zunächst darauf verständigt, die Erderwärmung auf durchschnittlich 2 Grad bis zum Jahr 2100 zu begrenzen. Auf der Klimakonferenz in Paris hat sie das Ziel auf 1,5 Grad verschärft. Ob die Klimaziele erreicht werden, ist jedoch fraglich. Angesichts aktueller Prognosen ist es Zeit, nicht nur Emissionsvermeidungen voranzutreiben, sondern auch über Möglichkeiten des Umgangs mit den Folgen des Klimawandels zu diskutieren.

Märkte spielen dabei abseits der Bepreisung schädlicher Emissionen durch Emissionshandelssysteme eine entscheidende Rolle, denn sie können die Anpassung an den Klimawandel deutlich erträglicher machen. Preissignale geben Hinweise auf notwendige Anpassungen, internationale Handelsmöglichkeiten machen Änderungen der Produktionsstrukturen weniger schmerzhaft, entwickelte Märkte helfen beim Umgang mit finanziellen Risiken. Außerdem befördert eine marktwirtschaftliche Ordnung den Wohlstand, der den Einsatz zusätzlicher Ressourcen und Technologien im Umgang mit den Folgen des Klimawandels erst ermöglicht.

Hier weiterlesen.

Click here to read the English version of the article.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Erst CO2-Steuer, dann Klimazölle?

Photo: IREF Europe

Der Klimawandel beherrscht die Schlagzeilen des Sommers 2019. Auf weltweiten wöchentlichen Protesten rund um Fridays for Future wird ein schnellerer und effektiverer Klimaschutz gefordert. Die Bemühungen scheinen in Deutschland zu fruchten. Die deutsche Bundesregierung wird wohl noch dieses Jahr weitere Klimaschutzmaßnahmen beschließen, möglicherweise in Form einer CO2-Steuer oder eines Zertifikatehandels. Werden solche Maßnahmen nicht weltweit eingeführt, sondern nur national, verteuern sie Aktivitäten im Inland relativ zu Aktivitäten in Ländern, die keine oder weniger kostspielige Klimaschutzmaßnahmen ergreifen. Dies kann zu ungewollten Ausweichreaktionen führen in Form des sogenannten Carbon Leakage – einer Verlagerung der CO2-Emission, die der angestrebten CO2-Reduktion entgegenwirkt.

Um die Wirksamkeit nationaler Klimaschutzmaßnahmen nicht durch Carbon Leakage zu gefährden, werden bereits erste Forderung nach „Klimazöllen“ laut. Doch Klimazölle sind nicht erste Wahl, um Carbon Leakage zu verhindern. Andere Instrumente, wie die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten oder eine Kompensation für höhere Strompreise für von Carbon Leakage gefährdete Branchen, sind besser geeignet, die Wirksamkeit nationaler Klimaschutzmaßnahmen zu gewährleisten.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Stromautobahnen: Es gibt andere Wege

Photo: IREF Europe

Die deutsche Stromversorgung befindet sich im größten Umbau ihrer jüngeren Geschichte. In den nächsten Jahren sollen die letzten Kernkraftwerke vom Netz genommen werden. Zusätzlich wird der Kohleausstieg diskutiert. Erneuerbare Energien sollen die Lücke schließen und einen größeren Anteil an der Stromversorgung übernehmen. Ein maßgeblicher Teil der erneuerbaren Energie stammt aus Windkraftanlagen im Norden und Osten Deutschlands. Die großen Stromverbraucher sitzen allerdings im Westen und Süden Deutschlands und gerade dort gingen in den letzten Jahren konventionelle Kraftwerke vom Netz. Um den Windstrom von Nord nach Süd zu transportieren, werden große Investitionen in neue Übertragungsleitungen angestrebt – die sogenannten Stromautobahnen, die auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stoßen und kostspielig sind. Doch es gibt Alternativen: Statt Strom im Norden zu produzieren und in den Süden zu transportieren, könnte er vermehrt dort erzeugt werden, wo die Verbraucher sind. Preise, welche die relative Knappheit des Stroms im Süden widerspiegeln, könnten helfen, dies besser zu erreichen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Wind- und Solarstrom: Mit Einspeisegebühr Volatilität reduzieren

Photo: IREF Europe

„Deutschland zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt“ – gelegentlich können wir solche Meldungen in der Presse lesen. Dieses Kunststück gelang zum ersten Mal am Neujahrstag 2018 um 6 Uhr morgens: Während die Feierwütigen noch ihren Kater auskurierten und ungewöhnlich wenig Strom verbraucht wurde, blies der Wind im Norden kräftig. Doch an windstillen und bedeckten Tagen liefern Sonne und Wind kaum Strom. Dann ist die deutsche Stromversorgung auf konventionelle Kraftwerke, Wasserkraft- und Biogasanlagen angewiesen. Die politisch gewollte Energiewende wird nur gelingen, wenn die durch Wind und Sonne erzeugte Energie zwischengespeichert und weniger volatil zur Verfügung gestellt werden kann. Wie dies erreicht werden kann, ist offen. Einen Beitrag dazu könnte eine Gebühr für volatile Einspeisung in das Stromnetz leisten. Diese Gebühr würde einen technologieoffenen Entdeckungswettbewerb befördern und Investitionen in Technologien attraktiver machen, die die schwankende Einspeisung ausgleichen.

Hier weiterlesen.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.

Fahrzeugbezogene CO2-Grenzwerte: Politikinstrument von gestern

Photo: IREF Europe

Grenzwerte sind derzeit in aller Munde. Auch zum Ziel der Reduktion von CO2-Emissionen kommen Grenzwerte zum Einsatz. So wird die Europäische Union die CO2-Grenzwerte für neu zugelassene Fahrzeuge schrittweise verschärfen, um die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor bis 2050 um 60 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Ressourcenschonender könnten die Emissionsziele durch eine Ausweitung des erfolgreichen europäischen Emissionshandels auf den Verkehr – und andere Sektoren – erreicht werden.

Hier weiterlesen.

Click here to read the English version of the article.

Erschienen bei: IREF. Mitautor: Dr. Alexander Fink.